
Von der allgemeinen Unzufriedenheit der Fahrer über die jüngsten Änderungen beim CPC-Zertifikat für Fahrer bis hin zu Verzögerungen beim EU-Ein- und Ausreisesystem – das Jahr 2024 war für die Logistikbranche ein turbulentes Jahr. Und auch für 2025 steht einiges bevor – hier beleuchten wir die Trends, die die Branche voraussichtlich prägen werden.
Alle Vorteile der KI nutzen
Es wird erwartet, dass die Automatisierung im kommenden Jahr eine Schlüsselrolle spielen wird. Es wird Fortschritte bei der Technologie für autonome Fahrzeuge, bei Transportmanagementsystemen und bei elektronischen Fahrtenbuchgeräten geben – was zu einer stärkeren Verbreitung und zu erheblichen Veränderungen in der Branche führen wird.
Zudem ist ein verstärkter Einsatz von KI für die Routenoptimierung, die vorausschauende Wartung und das Flottenmanagement zu erwarten. Dies wird zu besseren Ergebnissen führen, wie etwa einer gesteigerten betrieblichen Effizienz und geringeren Kosten. Das Internet der Dinge (IoT) und maschinelles Lernen werden sich als besonders wertvoll erweisen, da sie dazu genutzt werden, Ausfälle von Geräten vorherzusehen und so Ausfallzeiten zu verkürzen.
In diesem Zusammenhang liefert die Telematik wertvolle Echtzeitdaten zu Fahrzeugleistung, Fahrverhalten und Ladungszustand – was zu mehr Sicherheit und einer besseren Einhaltung der Vorschriften führt.
Bekämpfung des Geschlechtergefälles und des Fahrermangels
Die Gewinnung von mehr Lkw-Fahrerinnen ist eine Möglichkeit, dem Fahrermangel entgegenzuwirken. Arbeitgeber könnten ein breiteres Spektrum an Aufgabenbereichen anbieten, Schulungsprogramme und Maßnahmen einführen, die Frauen zugutekommen, und das Arbeitsumfeld inklusiver gestalten. Zu Letzterem gehören beispielsweise Mentoring-Programme oder Arbeitsmodelle, die besser auf das Leben von Lkw-Fahrern abgestimmt sind (wie Tagschichten und Rundstrecken, um diejenigen zu unterstützen, die familiäre Verpflichtungen haben).
Die Diskussion auf der SNAP-Facebook-Seite zeigte jedoch, dass sowohl männliche als auch weibliche Fahrer Veränderungen benötigen. Während einige darauf hinwiesen, dass bestimmte Aspekte für Frauen verbessert werden könnten (so merkte beispielsweise jemand an, dass 90 % der Depotanlagen keine Abfallbehälter für Damenhygieneartikel haben), gab es zahlreiche Kommentare zum Gesamtpaket für Mitarbeiter und zur Ausstattung der Raststätten:
„Männer brauchen mehr Unterstützung bei der Kinderbetreuung. Wenn das der Fall wäre, würde es nicht den Frauen aufgebürdet werden, die Arbeitswelt zu ‚belasten‘, wenn es um die Krankheit ihrer Kinder oder andere Prioritäten geht. Die Rahmenbedingungen sind für beide Geschlechter erschreckend.“
„Verbessert die Arbeitsbedingungen und die Ausstattung für ALLE Fahrer, dann werden mehr Menschen in die Branche kommen – sowohl Männer als auch Frauen.“
Daher sollten Unternehmen darüber nachdenken, wie sie ihre gesamte Belegschaft für sich gewinnen und an sich binden können. Sie könnten bessere Vergütungen, Arbeitsbedingungen und Entwicklungsmöglichkeiten anbieten. Ebenso können sie Weiterbildungsmaßnahmen einführen, um sicherzustellen, dass die Mitarbeiter über die richtigen Kompetenzen verfügen – heute und in Zukunft.

Förderung einer umweltfreundlicheren Industrie
Ein weiterer Schwerpunkt wird die Nachhaltigkeit sein – insbesondere angesichts immer strengerer Umweltgesetze, der Entwicklung hin zur Netto-Null-Bilanz und der rasant steigenden Kraftstoffpreise.
Fahrzeuge mit alternativen Antrieben haben die Erwartungen im Jahr 2024 nicht erfüllt. Daher wird davon ausgegangen, dass es zwar weiterhin Innovationen in diesem Bereich geben wird, der Schwerpunkt jedoch verstärkt darauf liegen wird, wie Fuhrparks ihre betriebliche Effizienz steigern können (beispielsweise durch den Einsatz von Technologie, Daten und KI zur Reduzierung von Zeitverlusten). Unternehmen werden zudem bestrebt sein, umweltfreundlichere Lieferketten aufzubauen, indem sie mit umweltbewussteren Lieferanten und Spediteuren zusammenarbeiten.
Auch der Umstieg auf Elektro-Lkw gewinnt an Fahrt – in diesem Jahr werden auf Lkw-Parkplätzen vermehrt Ladestationen für Elektrofahrzeuge eingerichtet. Allerdings sehen sich Fuhrparkbetreiber mit Hindernissen wie erheblichen Vorlaufkosten und einer unzureichenden Ladeinfrastruktur konfrontiert.
Zunehmender Fernverkehr
Schließlich wird ein Anstieg des Luft- und Seefrachtvolumens prognostiziert, was sich auch auf die Lkw-Branche auswirken wird. Diese Entwicklung wird durch die zunehmende Vernetzung der globalen Lieferketten noch verstärkt.
Infolgedessen wird der Fernverkehr zunehmen – umso wichtiger ist es, dass die Fahrer an sicheren Raststätten ausreichend Pausen einlegen können. Und genau hier kann SNAP helfen.
Unsere intruck-App ist an über 800 Standorten in ganz Europa verfügbar, darunter in Österreich, Bulgarien, Tschechien, Griechenland, Ungarn, Italien und Rumänien. Wir helfen dabei, das Flottenmanagement zu vereinfachen, und sorgen dafür, dass sowohl Betreiber als auch Lkw-Fahrer die Arbeitszeitrichtlinie für Fahrer ab 2025 und darüber hinaus einhalten können.
Wenn Sie mehr erfahren möchten, wenden Sie sich bitte unter +44 (0)1603 777242 an unser Team.